Geschäftsideen ohne Startkapital

Was sind die größten Herausforderungen für jemanden der ein Unternehmen gründen möchte und sein eigenes Projekt aufbauen will? Meiner Erfahrung nach, sind es die folgenden Punkte, die am häufigsten genannt werden:

  • Ich habe keine gute Idee
  • Ich habe kein Geld
  • Ich weiß nicht wie

An allen drei Punkten habe ich selbst mal festgesteckt.

Ich hatte keine guten Ideen. Heute fallen mir so viele Geschäftsideen ein, dass ich sie in meinen Lebzeiten nicht alle angehen könnte.

Ich hatte kein Geld. Heute weiß ich, dass ich viele Ideen (fast) ohne Geld umsetzten kann. 100 € Startkapital würden mir heute für das Testen und Starten vieler Ideen ausreichen. Mit 1000 € wäre ich gut ausgestattet. 10.000 € Startkapital? Halleluja!

Ich wusste nicht, wie ich Ideen umsetzen kann. Und das war tatsächlich ein kleines Dilemma. Aber eines, das sich beheben ließ. Durch den Austausch mit anderen Unternehmern, Lesen und selbst ausprobieren habe ich mir inzwischen so viel Wissen angeeignet, dass ich weiß, dass ich jederzeit wieder eine Geschäftsidee testen und umsetzen könnte.

Der Weg zum eigenen StartUp in Kurzform

Ich weiß, dass man innerhalb kurzer Zeit mit einer eigenen Idee Einkommen generieren kann. Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel unsere One Day Profit Challenge gestartet und Ben, der im März selbst noch auf unseren StartUp-Games war, hat mit seinem Team innerhalb von 24 Stunden ein Angebot entwickelt, eine Webseite aufgesetzt, ohne bezahlte Werbung über 1000 Besucher auf die Seite gelenkt und die ersten Verkäufe gemacht. Innerhalb von 24 Stunden. Was ist dann in 48 Stunden oder sogar einer Woche oder einem Monat möglich?

Hier der grobe Rahmen für das Starten eines eigenen Projektes und ein, zwei Tipps, die für mich beim Starten von Projekten extrem wichtig sind. Vorab aber noch ein paar Grundsätze:

  • Geschäftsideen gibt es wie Sand am Meer. Auf die Umsetzung kommt es an.
  • Es ist möglich Unternehmen für unter 100 € zu starten. Häufig ist alles was Du brauchst eine Webseite mit Angebot, ein Produkt oder eine Dienstleistung, und eine Zahlungsmöglichkeit, wie zum Beispiel Paypal.
  • Geschäftsideen und Geschäftsmodell müssen getestet werden, bevor Du viel Zeit, Geld und Liebe in ein Projekt investierst. Der Test ist das A und O für das schlanke und schnelle Starten von Projekten.
  • Marketing ist die Schlüsselkompetenz, die Du in Deinem StartUp haben musst. Fokussiere Dich auf Aktivitäten, die tatsächlich auch zu Verkäufen / Bestellungen / Anmeldungen führen können. Ohne Marketing keine Verkäufe. Ohne Verkäufe kein Cash. Ohne Cash, kein Business.

Nachdem ich diese Grundsätze festgehalten habe, hier der Weg zum eigenen Projekt im Schnelldurchlauf:

Schritt 1: Finde eine Geschäftsidee: Es gibt unzählige Geschäftsideen. Frage Freunde nach Ideen. Recherchiere im Internet. Brainstorme. Orientiere Dich an Deinen Hobbies oder Leidenschaften. Löse Probleme. Im StartUp Emailkurs erkläre ich Dir, wie Du an einem Wochenende garantiert über 100 Geschäftsideen findest.

Schritt 2: Definiere Dein Geschäftsmodell: Wenn Du eine Geschäftsidee hast, dann solltest Du als nächstes festhalten, was Dein Geschäftsmodell ist. In Essenz solltest Du vor allem folgende vier Fragen beantworten:

  • Was ist mein Produkt oder Service? (Geschäftsidee)
  • Welches Problem löst mein Produkt oder Service, bzw. welchen Wunsch erfülle ich meinen Kunden?
  • Wer ist meine Zielgruppe? An wen richte ich mich (mit meinem Marketing)?
  • Wie verdiene ich mit der Idee Geld? Was ist meine Monetarisierungsstrategie

Schritt 3: Definiere Deinen Minizyklus: In diesem Schritt schreibst Du Dir auf, welcher Vorgang genau durchlaufen werden muss, damit Du mit Deinem Geschäftsmodell einmalig mit einem Kunden Geld verdienen kannst. Es ist eine Schritt für Schritt Abfolge des Prozesses, durch den Dein erster Käufer (oder die erste Handvoll Käufer) durch muss, damit Du Geld verdienst. Wenn Du Dir den Prozess an dieser Stelle aufmalst (wir malen ihn in der Regel als Kreis auf, daher auch Minizyklus), dann kannst Du später immer wieder auf diesen Prozess zurückfallen, wenn Du an irgendeinem Punkt mal den Überblick verlieren solltest.

Schritt 4: Definiere Deinen Test: Überlege Dir, wie Du die Annahmen hinter Deinem Geschäftsmodell schnell und mit wenig Geld testen kannst. Annahmen hinter Deinem Geschäftsmodell könnten beispielsweise Folgende sein:

  • Mein Produkt / Service löst ein Problem / erfüllt einen Wunsch
  • Es besteht eine Zahlungsbereitschaft für mein Produkt / Service
  • Der Preis den ich für meine Problemlösung / Wunscherfüllung nehme, wird akzeptiert
  • Es gibt eine Zielgruppe und meine Zielgruppe sind ________
  • Etc. …

Deine Aufgabe ist nun, diese Annahmen schnell und mit wenig Geld zu testen. Wenn Du in Deinen Annahmen richtig liegst: Voila! – Du hast die Grundlage für Dein Business. Falls Du mit Deinen Annahmen falsch lagst, dann kannst Du Deine Strategie verändern oder das Projekt einstellen, bevor Du viel Zeit, Geld und Liebe in eine Idee steckst, die nie fliegen wird.

Schritt 5: Teste: Jetzt geht es darum Deinen Test auch wirklich durchzuführen. In dem einen Fall heißt das vielleicht Betatester aus Deiner Zielgruppe zu gewinnen und von ihnen Feedback zu Deinem Service zu holen. Und in einem anderen Fall heißt es vielleicht einfach eine Webseite mit Deinem Angebot an den Start zu bringen, Traffic auf die Seite zu lenken und zu sehen, wer, wann zu welchen Preisen kauft, Deine Messungen auszuwerten und Dein Angebot zu optimieren.

Das ist der grobe Rahmen für das Starten von Projekten. Klar, man könnte weiter ins Detail gehen. Aber im Groben ist es das schon. Ben hat die Idee zum „Komfortzonen Challenge“ Camp innerhalb von 24 Stunden einem ersten Test unterworfen. Einen ausführlichen Bericht zur Challenge findest Du hier.

Aber wenn es so einfach ist ein Projekt zu starten, warum tut es dann nicht jeder? Weil Du in der Regel ein Umfeld brauchst, das es leichter macht ein eigenes Projekt zu starten. Andere enthusiastische Personen, die eigene Projekte auf die Beine stellen wollen und die sich praktisch untereinander helfen.

Der schwierigste Step

Was ist das Schwierigste bei den meisten Dingen? Genau, das Anfangen. Und danach das dranbleiben und massiv Handeln.

Ich würde behaupten, dass für die meisten Personen, die ein eigenes Projekt aufziehen wollen und mit dem eigenen StartUp Geld verdienen möchten, der Start die größte Hürde ist.

  • Sie wissen nicht genau, wie man eine Geschäftsidee finden kann
  • Sie wissen nicht, ob sie einen Businessplan schreiben sollen oder nicht.
  • Sie wissen nicht genau, wie sie ihr Angebot erstellen.
  • Sie wissen nicht, wie sie in die Medien kommen und sie wissen nicht, wie sie einen Besucheransturm auf ihrer Webseite kreieren können.
  • Sie wissen nicht, dass sie für das Testen vieler Geschäftsideen kein oder kaum Geld brauchen und sie wissen nicht, wie man sich für unter 100 € eine professionelle Businessinfrastruktur bootstrappen kann
  • ……

Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Personen, die noch nie ihr eigenes StartUp aufgezogen haben, fehlt etwas, das ich mal als ‚Unternehmerische Weisheit‘ bezeichnen würde. Denn auch wenn sich viele Gründungsinteressierte vielleicht zu vielen Dingen schon belesen haben, so ist dieses Wissen nur theoretisch vorhanden. Erst wenn es praktisch angewandt wurde, dann wird dieses Wissen zu Weisheit. Weisheit ist es, Wissen richtig anzuwenden.

Mit Starten meine ich nicht, einfach nur eine Firma anzumelden. Das wäre dann doch ziemlich einfach. Ich meine mit Starten vielmehr:

  • Eine inspirierende Geschäftsidee zu finden oder wenn Du schon eine hast, diese auf Herz und Nieren zu überprüfen.
  • Das Geschäftsmodell zu definieren.
  • Eine umwerfende, einzigartige Positionierung für Dein StartUp, Produkt oder Service zu finden
  • Ein Angebot zu entwickeln, das Deine Zielgruppe in ihren Bann zieht
  • Dir zu überlegen, wie Du die Idee testen kannst
  • Die Infrastruktur, die für den Test notwendig ist, mit möglichst wenig Geld an den Start zu bringen und Deinen Prototypen zu bauen
  • Und dann Deinen Test zu vermarkten, zu beobachten und zu messen, wie Deine Zielgruppe auf Deinen Test und Deinen Prototypen reagiert und gegebenenfalls den Test bzw. Prototypen anzupassen
  • Und ja, zu guter Letzt: Erste Verkäufe zu machen.

Ist all das an einem Wochenende machbar? Ja und Nein. Es kommt darauf an, was Deine Geschäftsidee ist, an wen Du verkaufen möchtest und zu welchem Preis.

Wir veranstalten immer wieder Workshops, bei denen wir Dir in zwei Tagen genau das zeigen: Den Start.

In unseren IdeaCamps vermitteln wir die Basics und helfen Dir erste praktische Schritte zu machen. Wer ohne Geschäftsidee kommt, mit dem suchen wir und die Teilnehmer nach einer spannenden Geschäftsidee. Wer mit Idee kommt, der kann direkt damit beginnen sich Gedanken darüber zu machen, wie man die Idee testen kann, wie das Business positioniert sein soll, wie ein Verkaufsangebot aussehen kann und wie die Webseite aufgebaut sein könnte. Es können erste Marketingkanäle ausgetestet werden und, je nach Art des Produktes oder Services, erste Verkäufe erzielt werden.

Aber letztendlich ist die Phase nach dem Workshop-Wochenende genauso wichtig, wie das Wochenende selbst. Denn was passiert häufig auf Workshops? Die Teilnehmer bauen Momentum auf und gehen voller Elan und Enthusiasmus nach Hause. Aber sobald sie wieder in ihrem normalen sozialen Umfeld stecken, geht viel von der Energie von dem Wochenende und von dem neu Gelernten verloren.

Damit das nicht passiert und mehr Teilnehmer wirklich am Ball bleiben, haben wir eine 4-wöchige Wettkampfphase nach unseren Workshops. In diesen 4 Wochen gibt es viel Austausch mit anderen Teilnehmern, Alumni und dem Idea Camp Team. Immer wieder werden Tipps und Hinweise zu den nächsten Schritten gegeben, die nötig sind, um innerhalb der ersten 4-Wochen auch wirklich voran zu kommen. Von der Erstellung der eigenen Webseite mit einem konkreten Angebot, über einen ersten Prototyp und Test, hin zu Gesprächen mit potentiellen Interessenten und Partnern. Im Idealfall, werden innerhalb der ersten vier Wochen auch tatsächlich erster Umsatz und erste Überschüsse erwirtschaftet.

Wenn Du immer über unsere Events informiert bleiben möchtest, dann trage Dich am besten gleich in unseren Newsletter ein. Du bekommst von uns einen kostenlosen E-Mail-Kurs obendrauf, in dem wir schon einmal viele relevante Themen ansprechen.

Beim nächsten Workshop kannst Du schon am 15.-16.März 2014 in Berlin teilnehmen! Hier findest du das entsprechende Facebook Event und hier den Link zur Registrierung. Ein paar letzte Plätze haben wir noch frei und freuen uns auf Deine Bewerbung!

Und nun viel Spaß beim Herumstöbern und den anderen Artikeln!

Thomas

P.s. Wenn Dir Der Artikel gefällt, freue ich mich sehr über ein ‚Like‘ oder Deinen Kommentar zum Artikel.

 

Bild: VinothChandar