Ich muss dir nicht erklären, welche Vorteile es hat früher aufzustehen. Du bist belesen genug, um zu wissen, dass viele der erfolgreichsten Entrepreneure und Künstler vor 6:00 Uhr aufstehen. Ich muss dir nicht vorrechnen, dass dir 182,5 Stunden im Jahr geschenkt werden, wenn du nur eine halbe Stunde früher als Gewohnt aufstehst. Das weißt du, doch aus irgendeinem Grund schaffst du es nicht eine Morgen-Routine aufzubauen, die dich deinen Zielen und dem „good Life“ näher bringt.

Du fragst dich warum es bei dir nicht klappt und schiebst es darauf, dass manche eben als Eulen und manche als Lärchen geboren worden. Es ist so ein biologisches Ding. Der Körper weiß schon, was er tut.

Das ist Quatsch. In diesem Post erkläre ich dir fünf Strategien, die dich unterstützen früher aufzustehen. Die fünf Strategien sind von mir getestet. Ich bin noch vor einigen Monaten täglich um 5:30 Uhr aufgestanden. Dies habe ich verloren und möchte es nun wieder erlangen. Ich werde dir auch erklären, was mich aus der Bahn geworfen hat, damit es dir nicht passiert.

 

  1. Dein Why muss stärker sein, als dein Bedürfnis zu schlafen

Mach dir klar, warum du früher aufstehen möchtest. „Damit ich produktiver bin“ ist kein ausreichendes Warum. Es sollte emotional aufgeladen sein und präzise formuliert. So klar, dass du es auf eine Karteikarte schreiben kannst, dass du auf deinen Nachttisch legst.

„Ich stehe um 5:30 auf, weil ich in den Morgenstunden – wenn die Stadt noch schläft – am Kreativsten bin und mich mit mir verbunden fühle. Das hilft mir mein Buch zu schreiben, dass meine Mitmenschen inspiriert und mein Lebensstandard erhöht.“

Für diese zwei Sätze habe ich 15 min überlegt. Wenn du dir nicht die Muße einräumst um dein Why klar zu formulieren, dann bringt es auch nichts diesen Artikel weiter zu verfolgen. Du wirst im Kampf mit deinen Gedanken um 5:30 verlieren. Das garantiere ich dir.

Mein damaliges schwaches Why hat mich aus der Bahn geworfen. Ich habe die letzten Monate an meiner Bachelorarbeit geschrieben und sie hat mich zum Teil genervt. Die Vorstellung Stunden mit dieser verbringen zu müssen hat meine Augen schnell wieder schließen lassen. Mein Why war weak. Mache nicht den gleichen Fehler.

 

  1. Fliege im Schwarm der Early Birds

Als einsamer Steppenwolf ist es hart diese Gewohnheit zu etablieren. Was mir geholfen hat, war ein Wake-Up Buddy, der auch das Ziel hat, um 5:30 Uhr aufzustehen. Eventuell kann man ein Bild von seinem leeren Bett oder ein triumphierendes „Yes, Ich bin der Größte“ per Whatsapp verschicken. Eine Peer-Group hat zwei Vorteile: Erstens fühlt man sich der anderen Person verpflichtet und möchte nicht den heiligen Früh-Aufsteh-Schwur brechen. Zweitens weiß man in dem Moment in dem der Wecker klingelt, dass die andere Person gerade genauso kämpft.

Aus diesem Grund habe ich eine Facebook-Gruppe gegründet, damit Gleichgesinnte zusammen kommen, um sich der 5:30 Uhr-Challenge zu stellen. In dieser kann man sich einen Wake-Up Buddy herauspicken oder man verkündet stolz in der Früh, dass man es wieder gepackt hat. Hier können auch weitere Strategien und Tipps ausgetauscht werden, um das aufstehen zu erleichtern.

 

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  1. Der ideale Sleeping-Schedule

Meine Strategie ist simple: Schlafen, wenn ich müde bin. Aufstehen um 5:30 Uhr. Jeden Tag. Wenn die Gewohnheit unterbrochen ist, dann ist es am nächsten Tag doppelt so schwer wieder früh aufzustehen. Wenn du nicht ein permanenter Early-Bird sein möchtest, dann empfehle ich dir die Aufsteh-Challenge für Projekte als Produktivitäts-Boost zu nutzen. Gehe nicht ins Bett, wenn du noch nicht müde bist. Wenn du mehr als 15 Minuten brauchst, um einzuschlafen, ist das zu lange. Dann lieber ein paar Seiten im Buch lesen bis die Zeilen verschwimmen. Ich bin in meinen Glanzzeiten innerhalb von drei Minuten eingeschlafen. Ohne Kopfrattern oder nervige Gedanken. Das liegt daran, dass dein Körper genau weiß, dass es morgen wieder heißt um 5:30 aufzustehen. Schlaf wird eine kostbare Ressource und Melatonin früher ausgeschüttet. Ich verspreche dir, du wirst Schlafen, wie ein Baby.

 

  1. Morgen-Routine, die rockt

Meine Mam steht um 5:30 Uhr auf und geht mit ihrer Freundin 10 km joggen. ffc2244445039793ce50faa3533e0651Dies macht sie von Montag bis Freitag. Seit über 12 Jahren. Im Regen und Schnee. Ich kenne keine in ihrem Alter, die so fit und glücklich ist. Meine Routine umfasst Lesen von inspirierenden Büchern (30 min). Meditieren (20 min) und Schreiben (open-end). Eine Kerze, dampfender Tee und die Stille der Nacht runden das Ganze ab. Purer Frieden. So starte ich meinen Tag. Andere hetzen von ihrer Kaffee-Maschine zur Arbeit und informieren sich auf den Weg dahin über all das Unglück der letzten Tage, zusammen gepresst in einer unhandlichen Zeitung. Wie möchtest du deine Morgen-Routine gestalten? Gestalte sie so, dass du dich darauf freuen kannst.

Mehr Anregungen gibt es in der Facebook-Gruppe.

 

  1. Sturzflug aus dem Bett

Dein Why hast du bestimmt und es hört sich gut an. Du bist euphorisch. Morgen beginnt dein Morning of Glory. Der Wecker klingelt und du reibst dir die Augen. Innerhalb von Augenblicken bricht eine Fontäne aus Gedanken heraus. Mütterliche, gutmütige Gedanken, die den Schlaf und die Wärme deiner kuscheligen Decke preisen. Du brauchst doch Schlaf! Das ist eine verrückte Idee! Mach dir das Leben doch nicht so schwer!

Wer braucht schon Feinde, wenn er sich selber hat?

Die Gedanken kommen. Jeden Morgen. Es ist ein Wettkampf zwischen dir und deiner kleinen Stimme im Kopf. In der Diskussion verlierst du. Deine einzige Waffe ist Action. Mir hat es geholfen, mich so schnell wie möglich auf meinen Ellenbogen zu stützen und eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen. Das ist der erste Schritt zum Sieg über meinen Kopf. Dann so heroisch wie möglich die Decke von dir reißen, als wäre es ein Cape deines Superhelden-Outfits. Die Klamotten liegen vom Vorabend bereit. Anziehen. Strecken. Feiern.

 

Du hast es geschafft. Du bist ein Early Bird. Ich garantiere dir, du wirst dich in der Zeit, in der du früher aufstehst lebendig und voller Energie fühlen. Die Tage erscheinen dir entspannter und produktiver. Du lernst deinen Tag zu gestalten, als auf ihn zu reagieren. Welcome good life.

 

Fabian

 

 

 

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