Es gibt wohl keinen Mensch auf dieser Welt, der sich nicht eine Wunderlampe wünscht. Frage deine Freunde, deine Kollegen, deine Verwandtschaft. Jeder möchte seinen ganz persönlichen Geist aus der Flasche.

Jemals daran gedacht dieser gute Geist zu sein?

Wäre Dschinni ein Mensch aus Haut und Knochen, dann könnte er sich vor Geliebten, Freunden und (Geschäfts)Partnern nicht mehr retten. Die entscheidende Frage ist, wie macht er das?

Und viel entscheidender: Wie schaffst du es, ganz ohne Zauberkraft und fliegenden Teppich?

 

Drei Regeln, die deine Beliebtheit steigern

 

1. Verhelfe deinen Mitmenschen zu mehr Erfolg!

 

Verblüffend. Anstatt an sich zu denken, dreht man den Spieß einfach um. Dschinni hat das verstanden. Er gibt und gibt und gibt.

Viele Menschen haben Angst davor. Sie haben Skrupel, dass sie ausgenutzt werden könnten. Doch hier geht es nicht darum ständig die Bitten anderer zu erfüllen, sondern pro-aktiv zu werden.

Hast du dir schon mal wirklich Gedanken gemacht, wie du deine Freunde oder Arbeitskollegen zu mehr Erfolg verhelfen könntest? Nimm dir doch ein Blatt zur Hand und schreibe es auf.

„Ich weiß nicht was sich andere wünschen“. Ein berechtigter Punkt. Hast du denn mal ernsthaft nachgefragt? Ich habe das mal gemacht und viele meiner Freunde und Bekannten angeschrieben, was sie mit 1 Millionen Euro machen würden.

Ein Freund meinte, er möchte gerne segeln und Kapitän werden. Kurz daraufhin habe ich ihn mit zwei weiteren Freuden bekannt gemacht, die zusammen im 420 Jolle den 9. Platz der Segel-Weltmeisterschaft belegt haben. Von dem Kontakt profitiert er heute noch.

So schnell kann man zum Dschinni werden. Jeder kann etwas geben, was andere zu mehr Erfolg verhilft.

 

2. Geben und … wieder geben.

 

In der Jäger und Sammler Zeit entstand ein Phänomen, dass bis heute in unseren Gliedern verankert ist. Die Regel der Reziprozität.

Wenn Jäger A von seiner Jagd erfolgreich war und Jäger B nicht, dann teilte man seine Beute. Doch nicht weil Jäger A so super freundlich war, sondern weil er genau wusste, dass wenn er selber mal nicht so viel Glück hat, dann von B etwas bekommen würde.

Man vertraut, dass man bekommt, wenn man zuvor gegeben hat. Diese Regel hat früher das Überleben gesichert und ist so essentiell, dass sie sich bis heute nicht verändert hat.

Die Rahmenbedingungen haben sich nur leicht verschoben: Wenn du mich heute zu deiner Party einlädst, dann kannst du dir fast sicher sein, dass ich dich zu meiner nächsten auch einladen werde.

Und wenn ich dir eine Cola schenke und dich danach um einen Gefallen bitte, dann ist die Wahrscheinlichkeit signifikant höher, dass du mir diesen erfüllst.

Doch die Meisten ruhen sich auf ihren guten Taten aus. Sie haben die Einstellung entwickelt: Jetzt ist der andere dran!

Du machst es ab heute besser. Denn Dschinni zählt nicht wie viel er gibt und wie viel er zurückbekommt. Alles gleicht sich eines Tages aus – auch wenn du jahrelang zuvor gegeben hast. Irgendwann wirst du ihre Hilfe benötigen und auch erhalten.

 

3. Qualität gewinnt

 

Erst gestern war ich auf dem 4 Hour Work Week Meetup. Genauer: Im Bad und habe meine Hände getrocknet. Neben mir war auch ein begeisterter Ferris Anhänger beim Hände waschen.

Ich war total verblüfft, dass aus dem Trockner blaues Licht schien und fragte ihn was das bezwecken soll. Wir haben ein bisschen rumgescherzt und von Special Effects geredet, bis er mir erklärte, dass es antibakteriell wirkt.

Wieder was gelernt. Kurz danach sprachen wir noch über unsere aktuelle berufliche Lage. Dann drückte er mir seine Business-Karte in die Hand und sagte er würde sich freuen, wenn ich mich bei ihm melde.

Ein sympathischer Typ. Werde ich mich bei ihm melden? Nein.

Ich weiß ganz genau, dass er jedem, nach einem kurzen Smalltalk, seine Karte in die Hand drücken wird. Wo ist unsere Verbindung? Warum sollte ich ihn überhaupt anrufen? Bestimmt hat er in irgendeinem Buch gelesen, dass er ständig seinen sozialen Kreis erweitern muss. Für ihn zählt Quantität.

Dschinni hingegen strebt qualitative Beziehungen an. Deswegen erfüllt er auch gleich drei Wünsche und verduftet nicht gleich nach einem.

Wenn du deinen Beliebtheit steigern möchtest, dann spring nicht von einer Person zur nächsten, als wäre ein Wettkampf zu gewinnen.

Es gewinnt nicht der, der die meisten Business-Karten mit nach Hause nimmt, sondern derjenige der tiefe Bindungen aufbauen konnte.

 

Der Dschinni-Spirit lässt sich auf eine eine Frage herunterbrechen…

…was kann ich geben?

Wundersame Grüße,

Fabian

 

PS.

Bild: JD Hancock